Ja, besser ist es auf jeden Fall. Mindestens besser als in den ersten Tagen hier. Ich war ja ganz verloren - "ich wusste nicht mehr, wie ich rauskomm`". Doch hatte ich immer wieder Glück - man leistete mir Hilfe, ohne die ich entweder entweder mehr Zeit oder mehr Geld gebraucht hätte.
Jetzt habe ich schon ein eigenes Zimmer - es ist nichts Besonderes, doch ist dagegen nicht ganz klein. Es befindet sich in der Wohnung eines 36-jährigen U-Bahn-Wachmann/Busfahrer/was-es-sich-ergibt, die sich in Perlach befindet. Zur Uni fahre ich zuerst 3 Minuten mit einem Bus und dann mit 2 U-Bahn-Linien. Ich bin für insgesamt ca. 30-40 Minuten da.
Ich bezahle 250 Euro pro Monat, was auch die Nebenkosten einschließt und für München recht billig ist. Die Wohnung ist ein bisschen schmutzig, aber heute putzte ich schon mein Zimmer und ich ordnete schon meine Sachen. Sonst habe ich alles dabei - Waschmaschine, Backofen, eigenen Kühlschrank, Spülmaschine, die aber natürlich - einschließlich die Toilette und das Bad - mitbenutzt werden müssen.
Die Einführungsveranstaltungen waren ja langweilig, aber ich lernte in der Zwischenzeit viele Leute kennen. Im Kurs gibt es - soviel ich weiß - 4 Bulgare - zwei Mädchen und zwei Jungen (mich einschließlich). Außer ihnen kenne ich noch ein paar Kommilitonen - meistens (Halb-)Deutsche und auch eine Rumänin, die echt toll ist.
Die erste Vorlesung, die eigentlich heute stattfand, war Statistik - man denkt, das sei kein guter Start - es war aber trotz Erwartung recht interessant. Ich lernte bisher sowieso in einem Mathegymnasium, Mathe soll für mich also nicht schwierig sein.
Ich bin seit genau 10 Tage hier, doch war ich schon in drei Discos. Die erste war Beach 38° am Freitag. Da gab es eine ERASMUS-Party und obwohl ich keinen ERASMUS-Student bin, wurde ich von einer Facebook-Freundin eingeladen und ging einfach mit. Da traf ich mehrere Menschen und hatte echt viel Spaß. Dann am Samstag ging ich mit einem Engländer aus. Es war etwas wie ein second Date. Wir waren in einem Bar und dann in zwei Discos. Die zweite war schon eine Schwul-Disco. Was danach passiert, bleibt ja privat.
Das Gute ist, dass ich innerhalb 10 Tage mich schon wohl fühle - mir ist es ruhig, ich habe viele Bekannte, mit denen ich ausgehen, reden oder mitteilen kann. Nach nur 10 Tagen sieht das Leben, das ich mir hier ex nihil bilden soll, schon ziemlich gut aus. Doch bleibt immer noch die Angst, dass ich es trotzdem bis zum Ende nicht schaffen kann...
Das Gute ist, dass ich innerhalb 10 Tage mich schon wohl fühle - mir ist es ruhig, ich habe viele Bekannte, mit denen ich ausgehen, reden oder mitteilen kann. Nach nur 10 Tagen sieht das Leben, das ich mir hier ex nihil bilden soll, schon ziemlich gut aus. Doch bleibt immer noch die Angst, dass ich es trotzdem bis zum Ende nicht schaffen kann...